Die Gutswirtschaft
Um auch in der Landwirtschaft für behinderte Menschen adäquate Arbeitsplätze anbieten zu können, hat die gemeinnützige Werkstatt für Behinderte im Kreis Gütersloh im Jahre 1991 auf Anregung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster die ca. 60 ha große Gutwirtschaft Kiebitzhof von der Westfälischen Klinik in Gütersloh übernommen. Da behinderte Menschen in einer mit Großmaschinen betriebenen Landwirtschaft nur geringe Arbeitsfelder vorfinden, wurde die damalige konventionelle Wirtschaftsweise aufgegeben und eine ökologische Bewirtschaftung des Gutes eingeführt.
Nach einer weiteren Anpachtung des Gutes Schledebrück bewirtschaftet die WfB gem. GmbH heute rund 130 ha Land.
Unter dem Leitgedanken – ökologisch erzeugen regional vermarkten – haben sich vier Arbeitsschwerpunkte herausgebildet.
Auf der Hofstelle an der Buxelstraße betreibt die WfB gem. GmbH Ackerbau und Tierhaltung, wobei bei der Tierhaltung die Fleischerzeugung den Schwerpunkt bildet. 40 Mutterkühe (Kreuzungstiere der Rassen bayr. Höhenfleckvieh und Charolais) und ihre weiblichen Nachkommen beleben die landwirtschaftlichen Flächen im Rhedaer Forst. Rund 3000 Legehennen runden die Viehhaltung ab. Darüber hinaus wird Brotgetreide erzeugt und auf einer Fläche von 11 ha werden auch Kartoffeln angebaut. |